Wichtige Tipps für die Pariser Metro
Mit Der Metro Durch Paris - Unsere Tipps

Günstig U-Bahn fahren in Paris
Vorweg: In diesem Beitrag geht es ausschließlich um unsere persönliche Erfahrung mit der Metro in Paris. Nicht alles lief dabei reibungslos – dennoch soll das deine Vorfreude auf die wunderschöne französische Hauptstadt auf keinen Fall trüben. Paris ist eine großartige Stadt, und mit ein wenig Vorbereitung kann auch die Nutzung der Metro ganz entspannt sein.
Während unserer einwöchigen Reise haben wir allerdings festgestellt, dass der Kundenservice der Metro nicht immer besonders hilfsbereit wirkt. Teilweise bekamen wir widersprüchliche Informationen, und auf Englisch wurde nicht immer gerne kommuniziert. Das kann für Reisende zunächst irritierend sein und deshalb möchten wir hier unsere Erfahrungen teilen und Dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben.
Welche Tickets gibt es in Paris?
In Paris existieren zahlreiche Ticketoptionen: vom Einzelfahrschein über Tages- und Mehrtagestickets bis hin zu speziellen Touristentickets wie dem Paris Visite. Die Preise reichen dabei von relativ günstig bis erstaunlich teuer.
Wichtig ist außerdem das Zonensystem. Das Stadtgebiet von Paris liegt hauptsächlich in den Zonen 1–3. Für Ziele außerhalb – etwa Versailles, Disneyland oder die Flughäfen – benötigst du hingegen Tickets bis Zone 5. Wenn man hier nicht genau hinschaut, kann eine Fahrt schnell deutlich teurer werden als geplant.
Unser Tipp: Die Navigo-Karte
Eine interessante Alternative ist die Navigo-Karte. Sie ist eigentlich für Einheimische gedacht, kann aber auch von Besuchern ganz offiziell genutzt werden.
Die Plastikkarte kostete uns einmalig 5 € und war an vielen Automaten oder Schaltern erhältlich. Wichtig: Du brauchst dafür ein Passfoto. Es lohnt sich also, dieses schon vor der Reise mitzunehmen; so haben wir das gemacht.
Mit der Navigo Découverte erhältst Du eine Wochenkarte, die für alle Zonen gilt. Das bedeutet: Du kannst damit nicht nur in der Stadt unterwegs sein, sondern auch zu den Flughäfen, nach Disneyland oder zum Schloss Versailles fahren. Gerade im Vergleich zu einigen Touristentickets kann das deutlich günstiger sein.
Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis: Die Navigo-Wochenkarte gilt immer von Montag bis Sonntag und nicht für sieben Tage ab Kaufdatum. Plane deinen Reisezeitraum also entsprechend.
Wenn Du die Karte hast, musst Du sie anschließend noch aufladen und Dein Passfoto auf die Karte kleben. Ticketkontrollen sind in Paris recht häufig; also am besten alles korrekt vorbereiten.
Unsere erste Begegnung mit der Pariser Metro
Nach unserer Ankunft am Gare du Nord bekamen wir direkt einen kleinen Eindruck vom Pariser Alltag: Mehrere Polizisten versuchten gerade, einen Taschendieb zu verfolgen, der allerdings deutlich schneller unterwegs war als seine Verfolger.
Nach diesem ersten Eindruck machten wir uns auf die Suche nach einem Ticketschalter, um unsere Navigo-Karten zu besorgen. Der Bahnhof ist riesig; nicht ohne Grund gilt er als einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Europas.
Umso überraschender war es, dass an diesem Nachmittag gegen 16 Uhr tatsächlich nur ein einziger Serviceschalter geöffnet war.
Als wir schließlich an der Reihe waren und nach der Navigo fragten, erklärte uns die Mitarbeiterin recht knapp, dass sie keine Karten mehr auf Lager hätte. Auf unsere Nachfrage, wo wir stattdessen eine bekommen könnten, erhielten wir lediglich ein kurzes „I don’t know“.
Also machten wir uns erneut auf die Suche nach Hilfe; leider ohne Erfolg. Schließlich kehrten wir noch einmal zum Schalter zurück. Diesmal deutete die Mitarbeiterin etwas genervt auf eine Metrokarte und zeigte auf die Station Opéra station, wo wir angeblich fündig werden könnten.
Zunächst kauften wir daher einen Einzelfahrschein, um überhaupt erst einmal zu unserer Unterkunft nahe der Place de la Bastille zu gelangen.
Eine kleine Odyssee – mit gutem Ende
An der Metrostation Bastille befindet sich eine Servicestelle. Dort fragten wir erneut nach der Navigo-Karte. Diesmal bekamen wir die Auskunft, dass man sie nur mit Kreditkarte kaufen könne.
Da wir bar bezahlen wollten, fragten wir nach einer Station, an der Bargeld akzeptiert wird. Die Antwort blieb jedoch stets dieselbe: „only credit card“.
Etwas ratlos machten wir uns schließlich auf den Weg zurück zu unserem Hotel.
Zum Glück hatten wir mit unserer Unterkunft großes Glück: dem Oh la la Hotel. Das Team dort war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Nachdem wir von unserem kleinen Ticket-Abenteuer erzählt hatten, nahm sich sogar der Hotelbesitzer persönlich Zeit, uns zu helfen.
Er begleitete uns zurück zur Metrostation und sprach direkt mit den Mitarbeitern; diesmal auf französich. Und plötzlich zeigte sich: Es geht doch!
Eine Mitarbeiterin kam aus dem Büro, führte uns zum Automaten und erklärte uns, dass man die Navigo-Karte dort problemlos kaufen kann – auch mit Bargeld. Kurz darauf hielten wir endlich unsere Navigo Découverte in den Händen und konnten sie direkt am Schalter aufladen.
Unser Eindruck der Pariser Metro
Das Pariser Metro-System ist beeindruckend groß und bringt dich schnell fast überall hin. Beim Service und bei der Infrastruktur hatten wir allerdings manchmal das Gefühl, dass andere Metropolen etwas weiter sind – etwa Berlin, London oder Madrid.
Viele Stationen verfügen nur über wenige Rolltreppen oder Aufzüge. Schon mit einem Koffer kann der Weg durch die Stationen etwas mühsam werden. Auch beim Thema Barrierefreiheit gibt es noch Luft nach oben: Für Rollstuhlfahrer oder Reisende mit Kinderwagen kann die Nutzung der Metro teilweise schwierig sein.
Fazit
Die Pariser Metro ist ein riesiges und faszinierendes Verkehrssystem manchmal allerdings auch ein kleines Abenteuer. Mit ein wenig Vorbereitung, einem Passfoto im Gepäck und dem Wissen über die Navigo-Karte kannst du dir jedoch Zeit, Geld und vielleicht auch ein paar Nerven sparen.
Und dann bleibt mehr Energie für das, was wirklich zählt: Paris zu entdecken.
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