Kopenhagen entdecken mit der Copenhagen Card
Sehenswürdigkeiten, Tipps und Attraktionen in Kopenhagen auf einen Blick

Die Copenhagen Card ist eine attraktive Lösung zur Erkundung von Kopenhagen. Hier findest Du unseren Erfahrungsbericht.
Für viele Reisende ist Kopenhagen eine gelungene Mischung aus dänischer Tradition und Moderne, für andere ein Stück Märchenwelt von Hans Christian Andersen oder der Inbegriff gelebter Freiheit. Kopenhagen vereint vieles: Der standhafte Zinnsoldat ist hier lebendig und „bewacht“ die königliche Familie noch heute, kühne und moderne Architektur fügt sich harmonisch in das historische Stadtbild ein, und in Christiania wird das Motto „leben und leben lassen“ täglich gelebt.
Kopenhagen stand schon seit Jahren auf unserer Bucket-Liste, und endlich wollten wir die dänische Hauptstadt kennenlernen. Die Stadt ist überschaubar und eignet sich damit perfekt für ein Wochenende oder einen Slow-Travel-Kurztrip. Unser Ziel war, möglichst viel zu erleben, ohne dabei auf Entspannung verzichten zu müssen. Dass Kopenhagen für seine gehobene Preisklasse bekannt ist, wussten wir bereits: Wer nicht im Voraus plant, muss am Ende tief in die Tasche greifen.
Auf der Suche nach einer attraktiven und gleichzeitig kostengünstigen Lösung zur Erkundung der Stadt haben wir uns für die Copenhagen Card entschieden. Sie ist die offizielle Touristenkarte von Kopenhagen und bietet die Möglichkeit, viele Sehenswürdigkeiten zu besuchen und gleichzeitig kräftig zu sparen. Bislang haben wir in Europa zwei City Cards erlebt, die sich als lohnende Investition herausgestellt haben: eine in Salzburg und nun eben in Kopenhagen.
In diesem Reisebericht zeigen wir, wie die Copenhagen Card funktioniert, welche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen inklusive sind und warum die Karte es ermöglicht, die gesamte dänische Hauptstadt bequem zu entdecken.
Lohnt sich die Copenhagen Card?

Die Frage ist eigentlich fast rhetorisch: Ja, die Copenhagen Card lohnt sich. Für uns war sie der perfekte Einstieg in unsere Entdeckungsreise durch Kopenhagen. Der einfachste Weg, die Karte zu erwerben, ist die Bestellung direkt beim offiziellen Anbieter.
Die digitale Karte wird bequem auf dem Smartphone genutzt und bietet weit mehr als nur den Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Über die dazugehörige App lassen sich Attraktionen nach Belieben sortieren, Öffnungszeiten und Erreichbarkeit in Echtzeit abrufen sowie bereits besuchte Orte markieren. Dadurch wird die Reiseplanung erstaunlich einfach und flexibel. Wir konnten unsere Besichtigungen spontan anpassen und den nächsten Programmpunkt jederzeit unkompliziert planen. Von der Benutzerfreundlichkeit der App waren wir durchweg beeindruckt.
- Tipp! – Es lohnt sich, bereits vor der Reise den Preisrechner auf der Website des Anbieters zu nutzen und die potenzielle Ersparnis zu berechnen. In unserem Fall konnten wir dadurch rund 80 Euro pro Person sparen.

Die Copenhagen Card ist in zwei Varianten erhältlich: „Discover“ und „Hop“, jeweils für 24, 48, 72 oder bis zu 120 Stunden. Für die meisten Besucher empfiehlt sich die Discover-Variante: Im Preis sind neben über 80 Hauptattraktionen und Sehenswürdigkeiten auch die öffentlichen Verkehrsmittel enthalten. Damit kannst du das moderne, attraktive und gut ausgebaute U-Bahn-Netz, Busse, die S-Bahn (S-tog) sowie die städtischen Fähren (Linien 991 und 992; 993 nur für Pendler interessant) problemlos nutzen. Das Zentrum von Kopenhagen lässt sich zwar bequem zu Fuß erkunden, aber spätestens nach zwei Tagen merkt man die Vorteile der unbegrenzten Nutzung der Öffentlichen deutlich. Für Ziele außerhalb des Zentrums, wie zum Beispiel das Home of Carlsberg, ist die S-Bahn praktisch unerlässlich.

Mit über 80 Hauptattraktionen und Sehenswürdigkeiten gibt es viel zu entdecken, sodass jeder Besucher seine eigenen Prioritäten setzen muss. Für uns standen das Erlebnis, der Spaß und die Unterhaltung, aber auch Tradition und Geschichte im Vordergrund. Mit der Copenhagen Card lässt sich all das problemlos kombinieren und die Stadt effizient erkunden; ein klarer Vorteil für ein entspanntes und abwechslungsreiches Wochenende.
Königliches Flair: Rosenborg, Christiansborg, Amalienborg

Dänemark ist ein Königreich, und der Besuch der drei bekanntesten Schlossanlagen Kopenhagens gehörte für uns fast zum Pflichtprogramm. Rosenborg Slot liegt mitten im Königlichen Garten, einer grünen Oase im Herzen der Stadt. Vor allem im Sommer sind die gepflegten Rosenbeete ein traumhaftes Fotomotiv. Malerisch von einem Wassergraben umgeben, erhebt sich das Schloss wie aus einem Märchenbuch. Unter den drei königlichen Anlagen war Rosenborg für uns die am stärksten besuchte. Selbst mit Timeslots bildeten sich immer wieder kleine Warteschlangen. Besonders beeindruckt hat uns der Rittersaal mit seinen aufwendigen Wandteppichen.
- Gut zu wissen! – Direkt neben Rosenborg befindet sich die Kaserne der Königlichen Garde. Auf den südlichen Wällen lohnt es sich, eine kurze Rast einzuplanen, um gegen 11:30 Uhr die Vorbereitungen der Garde für die große Wachablöse zu beobachten.
Amalienborg ist die offizielle Residenz der dänischen Königsfamilie und besteht aus vier nahezu identischen Palais, die sich um einen achteckigen Schlossplatz gruppieren. Von den vier Gebäuden ist lediglich das Palais Levetzau für Besucher zugänglich. Hier befindet sich das Amalienborg Museum, das spannende Einblicke in das Leben der dänischen Monarchie gewährt und zahlreiche historische Erinnerungsstücke präsentiert.
- Tipp! – Täglich um 12 Uhr findet auf dem Schlossplatz die traditionelle Wachablösung der Königlichen Garde statt. Wer einen guten Platz ergattern und die Parade in voller Länge erleben möchte, sollte etwa 15 bis 20 Minuten vor Beginn vor Ort sein.

Christiansborg ist nicht nur die größte, sondern auch die vielseitigste Schlossanlage Kopenhagens. Hier haben das dänische Parlament, der Oberste Gerichtshof sowie das Staatsministerium ihren Sitz. Für Besucher sind jedoch vor allem die repräsentativen Räume von Interesse. Der prächtige Thronsaal, der eindrucksvolle Rittersaal und die königlichen Empfangsräume vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung des Schlosses für den dänischen Staat. Geschichtsträchtig ist auch der Balkon des Thronsaals, denn von hier aus wurde im Jahr 2024 König Frederik X. offiziell dem Volk vorgestellt und proklamiert.

- Schon gewusst? – Christiansborg bietet weit mehr als königlichen Prunk. Die Schlossruinen im Untergeschoss führen zurück zu den mittelalterlichen Vorgängerbauten aus dem 12. Jahrhundert, während die Königlichen Stallungen einen faszinierenden Einblick in das Leben des historischen Hofstaats ermöglichen. Mit der Copenhagen Card sind diese Bereiche bereits inkludiert. Kostenlos und für alle Besucher zugänglich ist außerdem der über 100 Meter hohe Schlossturm, von dem sich ein hervorragender Blick über die Dächer Kopenhagens eröffnet.
Home of Carlsberg – das Highlight von Kopenhagen?

Ganz offen gesagt: Wir sind keine großen Biertrinker. Umso überraschender war es, dass uns das Home of Carlsberg so begeistert hat, dass wir ihm den – natürlich subjektiven – Titel „Highlight von Kopenhagen“ verleihen würden. Im Stadtteil Valby (S-Bahn-Station Carlsberg) befindet sich die Geburtsstätte der weltberühmten Brauerei. Hier gründete J. C. Jacobsen im Jahr 1847 das Unternehmen, das heute zu den bekanntesten Biermarken der Welt zählt.
Das Home of Carlsberg ist ein modernes und äußerst interaktives Museum. Besucher begeben sich auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Brauerei, werden dabei aber immer wieder aktiv in das Geschehen eingebunden. Hologramme, multimediale Installationen, kleine Spiele und die bewegende Geschichte der Familie Jacobsen machen den Rundgang abwechslungsreich und überraschend kurzweilig. Selbst für Menschen, die sich nur wenig für Bier interessieren, ist die Ausstellung ein echtes Erlebnis.
- Schon gewusst? – Im Home of Carlsberg befindet sich die weltweit größte Sammlung ungeöffneter Bierflaschen. Der Raum wirkte auf uns beinahe wie eine Ruhmeshalle der Braukunst und bietet zugleich außergewöhnliche Fotomotive.

Ein weiteres Highlight sind die historischen Stallungen. Neben liebevoll restaurierten Fahrzeugen können hier auch die berühmten Carlsberg-Pferde, mächtige dänische Kaltblüter, bewundert werden. Über viele Jahrzehnte waren sie ein wichtiger Teil des Unternehmens und sind bis heute ein Symbol der Brauereigeschichte. Den krönenden Abschluss bildet die hauseigene Bar. Dort erhalten Besucher ein (oder mehrere!) frisch gezapftes Bier oder ein alkoholfreies Getränk, das bereits im Eintritt enthalten ist.
Der Vergnügungspark Tivoli

Der Vergnügungspark Tivoli ist eine echte Institution für Achterbahn-Fans und gehört mit seinem Gründungsjahr 1843 zu den ältesten Freizeitparks weltweit. Direkt im Herzen Kopenhagens, nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt, eröffnet sich hier eine kleine Wunder- und Märchenwelt. Unterschiedliche Themenbereiche, interessant gestaltete Kulturinseln, fantastische Fotomotive und jede Menge Spaß sorgen dafür, dass Groß und Klein gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Selbst ein Piratenschiff liegt hier vor Anker und lädt zu kleinen Abenteuern ein.
- Gut zu wissen! – Direkt hinter dem Haupteingang, an der Bühne, finden regelmäßig kleine Vorführungen statt, die dem Besuch eine kulturelle Tiefe verleihen. Besonders beeindruckend war für uns das Pantomimentheater Pierrot, Harlekin und Columbine, das mit seiner spielerischen Darstellung und Inszenierung ein echtes Highlight darstellt.
Kanalrundfahrt – Kopenhagen vom Wasser erleben

Kopenhagen ist eine Hafenstadt, und eine Kanalrundfahrt gehört für uns definitiv zu den Erlebnissen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wie beliebt diese Attraktion ist, merkten wir schnell: Vor den Anlegestellen und Ticketschaltern in Nyhavn bildeten sich oft lange Warteschlangen.
Wir haben uns für die knapp einstündige Tour von Stromma entschieden. Dank unserer Copenhagen Card mussten wir lediglich die Karte vorzeigen und konnten direkt an Bord gehen. Schon kurz darauf glitten wir durch die Kanäle und erlebten Kopenhagen aus einer völlig anderen Perspektive.

Die Route führte vorbei an einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter die kleine Meerjungfrau, Schloss Amalienborg und die moderne Königliche Oper. Begleitet wurde die Fahrt von einem mehrsprachigen Audioguide, der interessante Hintergründe zur Geschichte und Architektur der Stadt vermittelte.
- Tipp! – Auch wenn Du normalerweise kein großer Fan von Kanalrundfahrten bist, lohnt sich die Tour. Sie bietet eine angenehme Gelegenheit, die Füße auszuruhen und Kopenhagen ganz entspannt vom Wasser aus kennenzulernen. Alternativ kannst Du mit der Copenhagen Card auch die städtischen Fähren 991 und 992 zwischen Nyhavn und Orientkaj kostenlos nutzen. Die Aussicht ist ähnlich schön; nur deutlich alltäglicher und authentischer.
Unsere Museumsempfehlungen im Kopenhagen

Kopenhagen bietet eine beeindruckende Auswahl an Museen, und natürlich ist es subjektiv, welche man als spannend empfindet. Wir starteten unseren Museumsbesuch im Dänischen Kriegsmuseum (Krigsmuseet), das uns durch seine interaktiven Elemente sofort begeisterte. Besonders ein kleines Video namens „Soul of the Samurai“, begleitet von Anime-Figuren und Ausmalblättern für Kinder, machte die Ausstellung lebendig. Spielerisch, aber dennoch informativ und ernst (!), sind auch die historischen Kostüme, in die man schlüpfen kann.
Faszinierend war auch die Ausstellung „Warrior“, die den Wandel vom Menschen zum Kämpfer beleuchtet. Sie vergleicht vier legendäre Kriegerkulturen anhand ihrer Ausrüstung und Geschichte: den römischen Legionär, den afrikanischen Stammeskrieger, den japanischen Samurai und den modernen dänischen Soldaten. Trotz der unterschiedlichen Zeiten und Kulturen verbindet sie alle das Schicksal des Kriegers: inklusive der Belastungen, Opfer und Erfahrungen, die dieser Lebensweg mit sich bringt.

Eine weitere Perle Kopenhagens liegt direkt neben dem Tivoli: die Ny Carlsberg Glyptotek, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Nordeuropas. Wertvoll und sehenswert fanden wir die umfangreiche Antikensammlung, die größte ihrer Art in der nordischen Region. Ebenso faszinierend ist der Wintergarten, der von einer riesigen Glaskuppel überdacht wird – ein Ort, an dem Kunst, Architektur und Licht eine harmonische Symbiose eingehen.
Botanischer Garten mit Palmenhaus

Der Botanische Garten von Kopenhagen liegt direkt gegenüber von Schloss Rosenborg und bildet zusammen mit den Königlichen Gärten die grüne Lunge der Stadt. Der weitläufige Außenbereich ist kostenlos zugänglich, für das berühmte historische Palmenhaus benötigt man jedoch ein Ticket oder die Copenhagen Card.
Das Palmenhaus aus dem Jahr 1874 ist das Herzstück des Gartens und beherbergt zahlreiche seltene Pflanzenarten. Direkt angrenzend befindet sich das Schmetterlingshaus, das für Besitzer der Copenhagen Card ebenfalls zugänglich ist. Hier fliegen viele farbenprächtige, exotische Schmetterlinge frei um die Besucher. Es war ein absolut faszinierendes Erlebnis, das uns trotz der tropischen Temperaturen im Inneren begeistert hat.
- Tipp! – Wenn der Magen knurrt, lohnt sich ein Abstecher zu einem der Streetfood-Courts in Kopenhagen. Einer der bekanntesten befindet sich direkt gegenüber von Nyhavn: Broens Street Food. Für eine gemütliche Kaffeepause eignet sich die skandinavische Kaffeehaus-Kultur, bekannt für Zimt- und Kardamomgebäck. Wir wurden bei BUKA Bakery fündig und genossen hier eine kleine Auszeit mitten in der Stadt.
Unser Fazit

Wir waren von der Copenhagen Card durchweg begeistert. Die übersichtlich gestaltete App erwies sich dabei als weit mehr als nur ein digitaler Eintrittsausweis: Sie half uns bei der Planung, zeigte Öffnungszeiten und Verbindungen an und diente gleichzeitig als eine Art persönliches Reisetagebuch. So konnten wir unsere Tage in Kopenhagen entspannt organisieren und uns ganz auf das Erlebnis konzentrieren.
Natürlich ist es unmöglich, mehr als 80 Attraktionen und Sehenswürdigkeiten innerhalb von drei Tagen zu besuchen. Dennoch konnten wir eine wunderbare Mischung aus Geschichte, Tradition, Kultur, Architektur und moderner Lebensart erleben. Die Copenhagen Card hat uns dabei geholfen, Kopenhagen nicht nur als Tourist zu entdecken, sondern die Stadt auch ein Stück weit besser zu verstehen. Genau diese Tiefe suchen wir auf unseren Reisen, und in Kopenhagen haben wir sie definitiv gefunden.

Dazu kommen zahlreiche kostenlose Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen, die wir ebenfalls uneingeschränkt empfehlen können. Nicht verpassen darf man das historische Kastellet mit der anglikanischen St.-Albans-Kirche, die berühmte kleine Meerjungfrau, die monumentale Grundtvigskirche als Meisterwerk nordischer Kirchenarchitektur sowie der moderne Nordhavn, der mit spannenden städtebaulichen und architektonischen Konzepten begeistert.
Nicht alles haben wir geschafft, das Freilichtmuseum Frilandsmuseet am nördlichen Stadtrand und der Amager Strandpark stehen weiterhin auf unserer Wunschliste. Das sehen wir allerdings eher als Vorteil, denn unser erster Besuch war ganz bestimmt nicht unser letzter in der dänischen Hauptstadt.
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